Kanada und das Saarland – so nah und so fern.

Heute mal etwas anderes. Gerade bin ich bei Pregas über zwei Artikel gestolpert, die in engem Bezug zu meiner persönlichen Geschichte stehen: Über den “Kulinarischen Kalender aus dem Saarland für den Februar 2010“, dem beschaulichen Bundesland also, in dem ich geboren bin, und über “ARAMARK präsentiert … die Vielfalt der kanadischen Küche“, der Küche also des Landes, in dem ich lebe. Zu jedem Artikel kam mir sofort eine treffende Anekdote in den Sinn, die ich Ihnen ganz kurz erzählen möchte.

Erste Anekdote: Es war vor vielen Jahren, da traf ich auf einer Tagung einen Psychologen aus Bremen, der in Saarbrücken arbeitete und sich furchtbar über meine Landsleute echauffierte: “Immer nur viel und gut essen und trinken und ständig behaupten, jeden zu kennen!” Die Analyse konnte besser nicht sein! Da wir Saarländer uns aber bei allem, was hier psychologisch geschult an Charaktereigenschaften observiert wurde sauwohl fühlen, fragte Ich mich ernsthaft, wer da ein Problem hat.

Zweite Anekdote (die eigentlich gar keine ist): Zu meiner Anfangszeit hier in Kanada fragte ich jemanden – ohne jeglichen Hintergedanken -, ob wir nicht mal was typisch Kanadisches essen gehen könnten. Das war wohl eine eher seltsame Frage. Er rollte ein wenig die Augen, schüttelt etwas den Kopf und meinte dann – ohne jeglichen Hintergedanken -: thailändisch, mexikanisch oder chinesisch? So viel zur typisch kanadischen Küche.

Eigentlich vermisse ich nichts hier im fernen, aber dennoch nahen Land. Aber einmal wieder richtige Bratkartoffeln, ungekocht in der Gusspfanne zubereitet, dazu saure Bohnen und ein Stück “Dürrfleisch” … hmmmmm. Aber nein, nicht jammern! Wie gesagt: Es fehlt mir überhaupt nichts!

2 Kommentare

  1. Veröffentlicht am 28.01.2010 um 13:33 | Permanenter Link

    Hallo Hans,

    mein Kompliment an Deinen Kaffee-Blog!

    Hast Du nicht Lust zu dem Thema “Kaffee & Kanada” einen (oder mehrere?) Gastbeiträge auf KanadaSpezialist.com zu schreiben?

    Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg

    Thomas Stünkel

  2. Veröffentlicht am 28.01.2010 um 16:17 | Permanenter Link

    Hallo Thomas,

    Dir zunächst ebenfalls ein großes Kompliment für Dein Blog!

    Schreiben? Im Prinzip sehr gerne. Nur haben wir im Augenblick so viele Umstellungen und neue Projekte, dass mir kaum die Zeit bleibt, im eigenen Blog was zu schreiben. Mal schauen, wird aber sicher noch eine Zeitlang dauern. Danke aber für die Einladung!

    Viele Grüße und weiterhin viele informative Artikel!

    Hans