Tag Archiv: Robusta

Teil 3: 140 Liter pro Tasse – Führt Kaffeetrinken zu Wassermangel?

So, nachdem wir nun aus Teil 1 und Teil 2 wissen, dass der Plantagenanbau von Robusta-Kaffee in einigen Regionen wasserintensiv sein kann, dies aber v.a. in der Ökobilanz von Billigkaffeemischungen negativ zu Buche schlägt, widmen wir uns jetzt der Wasserbelastung durch die Verarbeitung der Kaffee-Ernte.! Weiterlesen … »

Teil 2: Führt Kaffeetrinken zu Wassermangel?

Wie und wo kann Kaffeeanbau Wasserengpässe in Entwicklungsländern verschärfen? Das war die Leitfrage im ersten Diskussionsbeitrag zu Kaffee und Wassermangel. In einem Artikel in DIE ZEIT vom 16.7. wurde u.a. Kaffee als bewässerungsintensives Handelsgut gebrandmarkt. Ich habe recherchiert, in Kaffee-Foren nachgefragt und gerechnet. Hier das Ergebnis: Weiterlesen … »

Coffee-Hunting: Exklusiven Kaffee-Spezialitäten auf der Spur – Laos (Folge 1)

Coffee-Hunting – schon wieder so ein unnötiger Anglizismus“, werden Sie sagen! Aber manche Sachverhalte lassen sich halt in fremder Sprache einfach eleganter und treffender ausdrücken. Um Sie zu beruhigen – es geht hier nicht um Jagderlebnisse, sondern vielmehr um eine Entdeckungsreise rund um die Welt auf unserer Suche nach einzigartigen Kaffee-Provenienzen, ihren Menschen und Geschichten, die oftmals mehr als unter die Haut gehen. Unsere erste Reise führt uns nach Laos. Weiterlesen … »

Die Kaffee-Parade ist zu Ende. Heute: Die Auswertung.

So, jetzt ist die von Maskal – fine coffee company und Vitalgenuss veranstaltete Kaffee-Parade ausgewertet. Es hat ein wenig gedauert, bis all die verschiedenen Sichtweisen, Anmerkungen und Anregungen der 20 teilnehmenden Blogs und Kommentatoren analysiert waren. Aber es hat sich gelohnt. Unser Ziel, auf Nachhaltigkeitsaspekte bei Kaffee aufmerksam zu machen und zum Nachdenken über dieses in seiner Gesamtheit sehr komplexe Produkt anzuregen, haben wir, wenn auch in einer überschaubaren Gruppe, durchaus erreicht.


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Geballter Unfug über Bio-Kaffee bei ABSOLUT BIO!

Manchmal fehlen einem einfach die Worte!  So geschehen, als ich bei www.absolut-bio.de den Beitrag “Bio-Kaffee – gesunder Wachmacher (Anmerk.: die Links sind nicht mehr aktuell) vom 27. März gestoßen bin. In diesem Beitrag wird der Leser in solch geballter Form dessinformiert, dass einem um die Zukunft der Wissensvermittlung via Internet wahrlich bange werden muss! Weiterlesen … »

Instant-Kaffee weiter auf dem Vormarsch: Libyen finanziert Instant-Kaffee-Fabrik in Uganda

Eine weitere Bestätigung meiner Beobachtung, dass Instant Kaffee, eine der schrecklichsten Erfindung der Menschheit, weiter auf dem Vormarsch ist, fand ich im Newsletter von “Comunicaffe International” vom 02.April 2008.

In der Meldung von “Comunicaffe International” heißt es, Libyen werde in Uganda den Bau der ersten Fabrik zur Herstellung von Instant-Kaffee finanzieren. Das Abkommen zwischen den beiden Regierungen Libyens und Ugandas für die Instant Kaffee-Fabrik sei bereits im September 2007 unterzeichnet worden. Gemäß der “Uganda Coffee Development Authority” habe sich Uganda verpflichtet, das für den Bau der Instant Kaffee-Fabrik notwendige Gelände zur Verfügung zu stellen und den technischen Support zu gewährleisten. Die ugandische “Investment Authority” habe inzwischen vermeldet, ein Gelände im “Navanme Industrial Park” in Kampala gesichert zu haben. Libyen habe auf der anderen Seite zugestimmt, je nach Größe und Ausstattung der Instant Kaffee-Fabrik ein Investment zwischen 20 und 60 Millionen US-Dollar zu tätigen.

Die Frage ist nun: Für wen ist dieser Instant Kaffee? Wofür wird er verwendet werden? Und welche Kaffeequalitäten werden für den Instant Kaffee verarbeitet? Gute Qualitäten finden jedenfalls selten den Weg in die Instant Kaffee-Gläser und -Verpackungen. Welche Auswirkungen wird der Bau der ersten Instant Kaffee-Fabrik langfristig auf die Kaffeeproduktion in Uganda haben? Wann wird – ein Erfolg vorausgesetzt – die nächste Fabrik gebaut werden? Sicher – es werden ein paar Arbeitsplätze in und im Umfeld der Fabrik geschaffen werden. Größere Bevölkerungsteile könnten aber höhere Einkommen erzielen, wenn der in Uganda durchaus vorhandene Wille zur Erzeugung höherer Kaffee-Qualitäten, konsequent verfolgt werden würde. Höhere Qualitäten bringen höhere Preise. Und genau dafür könnte die neue Instant Kaffee-Fabrik eine Bedrohung werden.

Die Bedrohung – wie ich es sehe – hat aber bereits begonnen: zwei ugandische Röster lassen in der “TANICA soluble coffee factory” in Bukoba/Tanzania löslichen Kaffee produzieren, füllen es in Kampala ab (bzw. um) und bringen es auf die lokalen und regionalen Märkte. Bald wird noch mehr Instant Kaffee in Umlauf sein …

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Minges´”Padinies – Arabica Classic, 100% Hochland-Arabica” enthalten billigen Robusta

Der Testbericht von “test.de” (Stiftung Warentest) über Kaffeepads und Kaffee-Kapseln wurde zwar bereits im November 2006 veröffentlicht, aber es gibt Dinge, die sind zeitlos – vor allem, wenn es darum geht, dass der Kunde offensichtlich hinters Licht geführt werden soll. So behauptet die Rösterei Minges, ihre “Padinies – Arabica Classic”-Pads enthielten “100% Hochland-Arabica”. Der Testbericht von test.de brachte es aber ans Tageslicht: die Laboranalysen ergaben, dass die Padinies-Pads neben Arabica auch Robusta enthielten! Entgegen den Angaben von Minges war in den Pads dem 100% – Hochland-Arabica Tiefland-Robusta beigemischt. Da muss sich offenbar jemand “im Gelände verlaufen” haben!? Und verrechnet: 100% Hochland-Arabica + x % Tiefland-Robusta ergibt … ? … irgend etwas will da nicht zusammenpassen! Aber da Robusta in der Regel deutlich billiger ist als ein selbst halbwegs vernünftiger Arabica (abgesehen von sog. “ungraded coffees”, also misserabelster Rohkaffee-Ausschussware, die unterhalb jeder Qualitäts-Gradierung – deshalb “ungraded” – liegt und zu Schleuderpreisen den Weg in Großröstereien findet), ja, da kann man sich schon mal zwischen Hochland und Tiefland verirren – und/oder beim Rechnen durcheinander geraten.

Ob sich Röster Minges das Testurteil aus dem Jahr 2006 zum Anlass genommen und schließlich dasjenige in die Padinies-Pads und -Tüten abgefüllt hat, was wie behauptet drin ist? Auf der Minges-Website jedenfalls ist nach wie vor zu lesen (29.03.08): Arabica Classic – schonend, mild im Geschmack. 100% Hochland-Arabica. Aber was sagt uns das? Das hieß es vor dem Testurteil ebenfalls.

Was einem zusätzlich stutzig machen könnte ist die weitere Aussage auf der Minges-Website, der »Arabica Classic« sei “gekrönt von einer goldgelben Crema.” So was lässt sich mit einem reinen Arabica bekanntlich generell schwieriger erreichen als mit einem Robusta (weshalb auch die meisten Espressi kleinere oder größere Anteile an Robusta aufweisen). Fragen über Fragen.

Und jetzt präsentiert Minges für den Feinkostgiganten “Käfer” auch noch einen “Reinen Hochlandkaffee in Bio-Qualität”! Da kommen einem schon wieder Fragen in den Sinn.

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