Tag Archiv: Maskal fine coffee company

Maskal-Kaffees bei Hoppenworth & Ploch

Aus der leider noch zu kleinen Szene der innovativen Coffee Shops und Kaffeehäuser sollte man sich einen Namen merken bzw. besucht haben: Hoppenworth & Ploch.

“Wir sind eigentlich nur ein kleiner Verkaufskiosk im Studentenwohnheim auf dem Campus Westend. Wir lieben Kaffee und sehen dessen Zubereitung als Handwerk und als Prozess, bei dem vieles schiefgehen kann, an – nicht als Knopf-Drücken”, beschreiben sich die Gründer Matthias und Julian in falscher Bescheidenheit. Weiterlesen … »

Ein Kaffee der hilft: Prinz Asfa-Wossen Asserate von Äthiopien und sein Kaffee “Rasselas” zur Unterstützung der “German Church School” in Addis Abeba

Mit seinem “Rasselas”-Kaffee, einer Mischung aus hochwertigen äthiopischen Hochland-Arabicas, unterstützt Prinz Asfa Wossen Asserate von Äthiopien die German Church School in Addis Abeba. Am 26. Mai 2008 erschien im Crema-Magazin ein großer, 4-seitiger Bericht über das Engagement des Prinzen und seinen “Rasselas”-Kaffee, mit der er das Ernährungsprogramm der überkonfessionellen German Church School fördert. Der Kaffee wird von uns, Maskal – fine coffee company, produziert und über unseren Online Shop vertrieben. Den vollständigen Artikel aus dem Crema-Magazin können Sie weiter unten lesen. Aus rechtlichen Gründen habe ich einige Fotos ausgetauscht.

Am 06. Juni veranstalten Prinz Asfa-Wossen Asserate, der Architekt Arne Alexander Dietze und die Maskal – fine coffee company in Nürnberg eine Benefitz-Gala zu Gunsten der German Church School. Die vorab lancierte Pressemitteilung können Sie z.B. in news4press nachlesen. Das Spendenergebnis findenSie unter www.maskal.de auf auf der “Projekte”-Seite unter “Überweisungen aus den Erlösen aus den Kaffee-Verkäufen“.

Im Rahmen der Gala hat uns Pfarrer Gossens von der German Church School ein nachdenklich stimmendes Grußwort geschickt, das wir auf unserer Website unter den “News” veröffentlicht haben.

In der Kategorie “Video” in unserem Kaffee-Blog können Sie ein kurzes Video über den so genannten “Prinzenkaffee” sehen. Lesen Sie bitte aber auch unsere Anmerkungen zu diesem Video.

Hier der Bericht “Kaisers Kaffee” aus dem “Crema-Magazin” in der von mir geschriebenen Originalversion; sie weicht an wenigen Stellen (incl. des Titels) geringfügig vom gedruckten Text ab:

Ein aristokratischer Kaffee

Einen der besten Kaffees der Welt zu trinken, um damit sein Gewissen zu beruhigen, geht das? Nein, das geht nicht! Einen der besten Kaffees der Welt zu trinken und einem äthiopischen Prinzen dabei helfen,Gutes zu tun,geht das? Ja, das geht.

Natnael lebt in einem Armenviertel in Addis Abeba/Äthiopien. Er ist acht Jahre alt und besucht die 3. Klasse der German Church School. Im Gegensatz zu früher bekommt er dort regelmäßig zu essen: eine warme Mahlzeit am Tag und ½ l Milch pro Woche. „Zu wenig für ein Kind, das in der Wachstumsphase ist und das zur Schule geht“ befand der in Frankfurt a.M. lebende Prinz Asfa-Wossen Asserate von Äthiopien. Seit letztem Jahr unterstützt er deshalb mit seinem Premiumkaffee „Rasselas“ das Milchprogramm der German Church School in Addis Abeba. Sein erstes Ziel: täglich ½ Liter Milch für jedes der 600 Kinder.

Prinz Asfa-Wossen Asserate, ein Spross der kaiserlichen Familie von Äthiopien, weiß, wovon er spricht. Sein Heimatland, das nie in europäischen Kolonialbesitz geriet, hat einen Stammplatz im Armenhaus dieser Welt: Kriege, Revolution, Misswirtschaft, veraltete Strukturen, innere politische Kämpfe, ethnische Konflikte und vieles mehr hindern das weithin fruchtbare und mit Arbeitskräften gesegnete Land an einer gesunden, stabilen Entwicklung. Was das Land dringender denn je braucht sind junge, gut ausgebildete Menschen, die unabhängig von ihrer ethnischen und religiösen Zugehörigkeit dieses uralte Kulturland wirtschaftlich voranbringen. Und das Potential an lernwilligen Kindern ist riesig, auch in den Armenviertel der Hauptstadt. Und genau hier setzte 1972 die deutsche Gemeinde in Addis Abeba mit ihrem bis heute einzigartigen Schulprojekt an.

Blick auf die Nachbarschaft der German Church School, Addis Abeba

Es begann damit, dass Mitglieder der Gemeinde auf informelle Art Kindern und Frauen der sehr armen, slumartigen Umgebung der Gemeinde Lesen und Schreiben sowie handwerkliche Fähigkeiten vermittelten – unabhängig von religiöser und ethnischer Zugehörigkeit. Aus dem von Anfang an praktizierten Ansatz der „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist in den Folgejahren ein modernes, sich stetig weiterentwickelndes Schulprojekt entstanden. Das Auswahlverfahren ist streng, denn immer wieder versuchen auch besser gestellte Eltern ihre Kinder in dieser hoch angesehenen Schule unterzubringen. Doch trotz einer überraus erfolgreichen Arbeit seit 35 Jahren und vieler Förderer sind die Mittel der Schule chronisch knapp.

Um an einem konkreten Punkt, der Verbesserung der Ernährung der Kinder anzusetzen, tat sich Prinz Asfa-Wossen Asserate mit zwei Mitstreitern zusammen: Pfarrer Gerhard Reuther, der die deutsch- und englischsprachige Website der German Church School (www.germanchurchschool.de) pflegt, und Dr. Hans-Jürgen Langenbahn von Maskal – fine coffee company, dessen favorisiertes und oft besuchtes Kaffeeland Äthiopien ist. Beide kennen die German Church School gut und waren sofort von der Idee angetan, sie mit einem äthiopischen Kaffee zu unterstützen.

Seit April 2007 produziert nun Maskal – fine coffee company „Rasselas – ein Premiumkaffee des Prinzen Asfa-Wossen Asserate zur Unterstützung der German Church School in Addis Abeba“. Verwendet werden für die exklusive Mischung ausnahmslos äthiopische Spitzenkaffees. Von jeder verkauften 500 g-Packung geht 1 Euro an die German Church School. Vertrieben wird „Rasselas“, benannt nach einem der majestätischen Berge im Norden Äthiopiens sowie dem fiktiven Helden aus Samuel Johnsons gleichnamigen Roman von 1759, auf Feinkost-Messen, auf Lesungen des Prinzen und bei „Maskal – fine coffee company“ (www.maskal.de). Und damit alles transparent und für jeden nachvollziehbar ist, werden die quartalsmäßig (verwaltungsfrei!) überwiesenen Beträge und deren jeweilige konkrete Verwendung regelmäßig auf der Website von Maskal – fine coffee company veröffentlicht.

War Prinz Asfa-Wossen Asserate von Äthiopien der Öffentlichkeit bisher vor allem als Bestseller-Autor der beiden Bücher „Manieren“ und „Ein Prinz aus dem Hause David – und warum er in Deutschland blieb“ bekannt, so kann sich das bald ändern. „Die Sache mit dem Kaffee spricht sich langsam herum. Vielleicht werde ich ja noch zum Kaffeehändler! Nein, im Ernst, die Entwicklung freut mich außerordentlich! Die Unterstützung dieser wunderbaren Schule ist mir eine Herzenssache, denn was dort geleistet wird, ist bewundernswert!“

Dem ist ohne Einschränkung zuzustimmen. Derzeit werden insgesamt ca. 1100 Schüler/-innen unterrichtet, die alle in äußerst schwierigen sozialen und familiären Lebensbedingungen eines leider zunehmend verelendenden Stadtviertels leben. Die 600 Tagesschüler/-innen, für die das Milchprogramm eingerichtet wurde, werden in zwei Tagesschichten bis zur 8. Klasse unterrichtet. Abends findet Unterricht für Erwachsene des Stadtteiles statt. Während der Samstage werden Schüler/-innen, die weiterführende Schulen besuchen (bis Kl. 12), unterrichtet und persönlich betreut. Der ganzheitliche Ansatz der Arbeit findet sich in überdurchschnittlichen Leistungen der Schüler/-innen bestätigt.

Es wird sorgfältig darauf geachtet, welche Ausbildungsmöglichkeiten für die Schüler/-innen bestehen. Ein Teil der Absolvent/-innen geht auf weiterführende Schulen bzw. zum Studium an die Universität. Früher oder später sorgen so alle für ihren eigenen Lebensunterhalt und können sich und ihre Familien ernähren.

Was die Ernährungssituation in der German Church School selbst betrifft, so konnte Prinz Asfa-Wossen Asserate mit den bisherigen Erlösen der „Rasselas“-Verkäufe in kurzer Zeit schon einiges bewegen: mit Hilfe einiger zusätzlicher Spender gelang es, seit Mitte letzten Jahres die Milchration für die 600 Tages-schüler/-innen von ½ Liter Milch pro Woche auf 1 Liter zu verdoppeln. Angeregt durch das Kaffee-Projekt kam es zu Spenden in beachtlicher Höhe direkt an die Schule. Dennoch, es muss noch viel Kaffee verkauft werden, um das gesteckte Ziel von täglich ½ Liter Milch je Kind zu erreichen und die Versorgung dauerhaft aufrecht zu erhalten.

Aus Natnael, dessen Vater 20 Tage nach seiner Geburt starb und dessen Mutter ihn nach 3 Monaten bei seiner Großmutter ließ und verschwand, weil sie ihn nicht ernähren konnte, ist inzwischen ein anderer Menschen geworden. Vorbei sind die entbehrungsreichen Jahre bei seiner Großmutter, die neben ihm auch ihre eigenen 5 Kinder durchbringen muss. Für sie ist der Tag, an dem sie Natnael an der German Church School unterbringen konnte, seine „neue Geburt“. Und der Tag, als Sozialarbeiter der Schule ihr eine Starthilfe für einen kleinen Verkaufsstand gaben, und sie seither nicht mehr täglich für einen Hungerlohn Eukalyptusblätter und -zweige für den Lebensunterhalt sammeln muss, ist für sie die „neue Geburt der ganzen Familie“.

Die vollständige Geschichte von Natnael können Sie nachlesen im Dezember Rundbrief 2007 der German Church School auf www.germanchurchschool.de. Dort finden sie auch viele weiterführende Informationen zu den Aktivitäten der Schule.

Ein interessantes Interview , das Prinz Asfa-Wossen Asserate über “Mannieren der Jugend” Silvia Pfenniger gegeben hat, können Sie hier nachlesen.

Zum Maskal – Online Shop