Tag Archiv: Kaffeeforschung

Kaffee – von Natur aus koffeinfrei! Neue Kaffeeart in Afrika entdeckt!

Die Entkoffeinierung von Kaffee ist ein aufwändiger Prozess. Früher wurden Chemikalien wie Benzol, Dichlormethan oder Ethyl-Acetat verwendet. Heute arbeiten moderne Verfahren mit Wasserdampf und flüssigem Kohlendioxid, wozu aber immer noch viel Energie benötigt wird. Es geht vermutlich aber auch ganz natürlich. Weiterlesen … »

Abenteuer im Kaffee-Land. Tagebuch einer Forschungsreise in Äthiopien (sechster und letzter Teil).

Nach nun 5 anstrengenden Tagen im Regenwald neigt sich unser Besuch dem Ende entgegen. Die ganze Zeit über waren wir ausschließlich auf Wildkaffee fokussiert, weshalb uns der Sinn jetzt nach etwas Abwechslung steht. Wir fragen unseren Fahrer Wondo, der sich in der Gegend auskennt, nach möglichen Sehenswürdigkeiten. Es gäbe da eine noch unerforschte, möglicherweise historisch bewohnte Höhle, weiter südlich im Wald versteckt. Und einen großen Wasserfall südwestlich von Metu. Wir entscheiden uns für den Wasserfall. Als wir Metu in Richtung Südwesten durchqueren ist es bereits nach 16 Uhr. Wie überall in den inneren Tropen, geht auch hier die Sonne ganzjährig gegen 18 Uhr unter. Die Dämmerung ist extrem kurz, so dass es bereits nach kurzer Zeit finster sein kann, vor allem dann, wenn der Himmel bewölkt oder der Mond nicht zu sehen ist. Hinzu kommt, dass aufgrund fehlender Elektrizität öffentliche Beleuchtung und somit das Streulicht von Ortschaften fehlt. Die Nächte sind oft so sternenklar, wie man es bei uns nur aus dem Hochgebirge kennt. Heute jedoch mischt sich das Abendlicht mit den schwarzen Wolken der herannahenden kleinen Regenzeit.

Abendstimmung bei Bechu

Abendstimmung bei Bechu

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Abenteuer im Kaffee-Land. Tagebuch einer Forschungsreise in Äthiopien (Teil 5).

Nach einem heftigen nächtlichen Gewitter, das wieder den Strom ausfallen ließ, wartet der neue Tag in Metu (Südwest-Äthiopien) wieder mit herrlichem Sonnenschein auf. Trotz des Regengusses steht wieder kein fließendes Wasser zur Verfügung. Ein 15-Liter Eimer muss für die Morgendusche, Zähneputzen und Toilettenspülung reichen. Heute und an den zwei folgenden Tagen kann mich Asfaw, der lokale Experte der Landwirtschaftbehörde in den Kaffeewald begleiten. Die Distanzen sind diesmal relativ gering und wir verlieren weniger Zeit durch die Anfahrt. Zunächst besichtigen wir ein Waldgebiet der abgegrenzten Schutzzone, der so genannten No-Go-Area, auf der südlichen Seite des Geba. Ein schmaler Pfad führt in den Wald.

Stattlicher Pavian - ein unheimlicher Beobachter

Stattlicher Pavian - ein unheimlicher Beobachter

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Abenteuer im Kaffee-Land. Tagebuch einer Forschungsreise in Äthiopien (Teil 3).

Die auf dem Blechdach des Gästehauses von “Menschen-für-Menschen” herumtollenden Krähen reißen mich aus dem Schlaf. Nach einer kalten Dusche – der Strom war um 10 Uhr des Vorabends abgestellt worden – schlüpfe ich in meine Feldmontur. Noch ist es frisch draußen, was sich aber rasch ändern würde. Till, mein Projektpartner sitzt schon bei offener Zimmertür am Laptop, um mit den letzten Akku-Ressourcen nochmals seine Fragen, mit denen er die Kaffeebauern löchern würde, zu überarbeiten.

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Abenteuer im Kaffee-Land. Tagebuch einer Forschungsreise in Äthiopien (Teil 2)

Der Morgen im südwest-äthiopischen Nekempte beginnt grau und wolkenverhangen. Es wird jedoch nicht lange dauern, bis die Kraft der Sonne die Luft erwärmt und Feuchtigkeit aufgesaugt hat und wir in Richtung Forschungsgebiet, den Wildkaffeewäldern von Yayu aufbrechen werden. Zuvor aber steuert uns Wondo, unser Fahrer, über die noch matschigen Straßen zu einem der zahlreichen Frühstückslokale. Die Bude ist berstend voll. Dennoch finden wir an einem kleinen, runden Tisch neben der Theke Platz. Von hier aus hat man einen wunderbaren Einblick in das Treiben hinter dem Tresen. Die Bedienung kommt und wir bestellen Tse Thipsa – einen fettgebackenen Brotfladen mit Honig, dazu Jimaki-Sprice, ein aus Mango, Papaya und Guave-Mark geschichteter Fruchtsaft mit Zitrone, danach noch einen Macciato – ein schon gesüßter Latte-Espresso, der hierzulande praktisch nirgends angeboten wird. Das ist im wesentlichen die Ration, die bis zum Abendessen reichen muss.

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Abenteuer im Kaffee-Land. Tagebuch einer Forschungsreise in Äthiopien (Teil 1).

Um den Blick aus meinem Bürofenster beneidet mich so mancher Besucher. Heute sehe ich den Südschwarzwald jedoch nur wolkenverhangen. Es fröstelt mich. Wenn ich meinen Kopf leicht nach rechts in Richtung Bildschirm drehe, bleibt mein Blick am Blumentopf hängen. An einem Bambusstab, weiter oben an einer Kordel entlang, rankt sich eine Kletterpflanze mit herzförmigen Blättern. Sie erreicht inzwischen die buddhistischen Gebetsfähnchen, die quer durch das Zimmer gespannt sind. Die Fähnchen sind Überbleibsel aus meiner Zeit in Nepal, die Kletterpflanze stammt aus dem äthiopischen Regenwald. Sie trägt inzwischen jene unscheinbaren, an Paranüsse erinnernden Früchte, von denen sich eine bei meinem letzten Besuch versehentlich in meinem Reisegepäck verlor….Eine Erinnerung an eine sehr spannende Forschungsreise im Auftrag des CoCE-Wildkaffee-Projekts. Gerne nehme ich Sie für ein paar Minuten mit auf meiner Reise in die Regenwälder Äthiopiens
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Hawaii-Kona – ein legendäres Kaffee-Anbaugebiet ökologisch unter die Lupe genommen

Kona-Kaffee aus Hawaii ist für Kaffee-Gourmets eine Legende – doch nur 100 Quadratkilometer misst das 250 bis 750 Meter über dem Meer gelegene Anbaugebiet auf der Hawaii-Insel Kona am Fuße des Mt. Hualalai. Dass die traditionellen Schattenbaumkulturen nicht nur einen der weltweit begehrtesten Kaffees hervorbringen sondern ökologisch und ökonomisch nachhaltig sind, soll nun ein Forschungsprojekt nachweisen. Weiterlesen … »