Tag Archiv: Hochland

Indonesien: Besuch der Permata-Kaffee-Kooperative auf Sumatra

Von unserem Gastautor Siegfried Klein aus Banda Aceh, Sumatra, Indonesien.

Wie im letzten Beitrag in Aussicht gestellt, habe ich inzwischen die Permata-Kaffee-Kooperative besucht. Sie liegt im Westen Bener Meriah’s, im Kernland der Provinz Aceh auf Sumatra. Um am ersten Tag nach einer 6-stündigen Fahrt nicht zu lange in die Dunkelheit hinein zu geraten, was auf den Straßen Sumatras sehr gefährlich werden kann, habe ich am Freitag etwas früher Feierabend gemacht.

Sonnenaufgang am See, Takengon

Sonnenaufgang am See, Takengon

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Indonesien: Kaffee im Gayo-Hochland von Aceh (Sumatra)

Die ‚Gayo’

von Siegfried Klein aus Banda Aceh, Sumatra

Bis in die 50er Jahre des 20. Jahrhunderts blieb das zentrale innere Hochland von Aceh, ein Teil des Bukit Barisan Gebirges, das sich durch ganz Sumatra in Nord-Süd-Richtung zieht, von Besuchern und Kolonialisten verschont. Lediglich einige christliche Missionare wagten sich bis dorthin vor, allerdings mit unterschiedlichem ‚Erfolg’. Die dort lebende Ethnie der Gayo, insbesondere aber die Batak, die die südlicher gelegene Region um den Kratersee Danau Toba besiedeln, waren als Kopfjäger gefürchtet.

Sumatra, Singapure, Malaysia

Sumatra, Singapure, Malaysia

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Unser Dezember-Geschenke-Set: Kaffee-Raritäten + Jameson and Tailor-Kaffeetassen

Bis zum 31.12.2008 bieten wir das Geschenkpaket „Drei Spezialitätenkaffees und 2 Rosen-Kaffeebecher“ für nur 30,90 € an. Das Set ist das ideale Geschenk für alle Kaffeeliebhaber/Innen zu Weihnachten – und auch danach. Das Geschenke-Set ergänzt zeitlich begrenzt unsere neuen Maskal “Kaffee- und Espresso-Probier-Sets”.

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Unsere beiden Kaffee- und Espresso-Sets ÄTHIOPISCHE SPITZENKAFFEES im FEINSCHMECKER CLUB erhältlich

Der Feinschmecker Club, der Online Shop des Feinschmeckers, bietet in seinem Kaffee- und Tee-Sortiment unsere beiden eigens zusammengestellten Kaffee- und Espresso-Sets “Äthiopische Spitzenkaffees” an.

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Vilcabamba: ein toller Kaffee aus dem TAL DER HUNDERTJÄHRIGEN (Ecuador)

Im Hochland von Ecuador ist die diesjährige Kaffee-Ernte und weitgehend auch die Verarbeitung der neuen Kaffees abgeschlossen (Mai-Juni). Dies möchte ich zum Anlass nehmen, auf einen ganz hervorragenden Kaffee aus diesem Anden-Land aufmerksam zu machen: den Vilcabamba. Weiterlesen … »

Kaffee: Die wundersame Mutation eines äthiopischen Gartenkaffees zu einem schweizerischen Wildkaffee

Anders als in meinem Beitrag zum vermeintlichen “Wildkaffee aus Äthiopien” von Solino habe ich bezüglich des Gololcha Bio-Kaffees aus Äthiopien, angeboten von dem in Zürich ansässigen Unternehmen Yanick + Fee, nicht lange gezögert, meine Meinung kund zu tun. Warum habe ich, obwohl beide Fälle im Kern deckungsgleich sind (ein Garten-Kaffee wird fälschlicherweise als Wild-Kaffee deklariert), dort gezögert – und hier nicht?

Der Grund ist einfach: Solino war mir unbekannt, und ich hatte beim Lesen der Solino-Website von Anfang an den Verdacht, dass da jemand mit großem Engagement eigentlich etwas Gutes wollte, aus purer Unwissenheit heraus aber “vom Weg abgeraten ist” (was sich in einer sehr positiven Reaktion von Herrn Ahlers, dem Initiator von Solino, auf meinen doch sehr kritischen Beitrag auch bestätigt hat). Bei Yanick + Fee liegt der Fall anders: hier wurde ganz bewusst gehandelt und aus einem Kaffee etwas gemacht, das er nicht ist!

Wenn ich mich richtig erinnere, war es Anfang November 2006, als ich mit 2 Vertretern von Yanick + Fee zusammen saß. Sie waren am Gololcha-Kaffee, für den ich mich in Äthiopien schon seit 2002 engagiere interessiert. Sie wurden auf den Kaffee aufmerksam gemacht von einem Röster, der zu unserer kleinen Gruppe gehört, die diesen Kaffee Jahr für Jahr für die jeweils eigene Verwendung importieren lässt. In diesem Gespräch, bei dem es um allerlei Details ging, war eines immer klar: der von der “Sole”-Kooperative bezogene Gololcha-Kaffee ist ein reiner Gartenkaffee! Aber, wie sich später herausstellte, bei den beiden Vertreter von Yanick + Fee entweder nicht an, oder es `wollte nicht angekommen werden`!? Sie haben von mir jedenfalls alle gewünschten Informationen erhalten sowie die Erlaubnis, neben Bildern, die ich zur Verfügung gestellt habe, auch die Gololcha-spezifischen Inhalte meiner Website für ihre Werbemaßnahmen zu verwerten. Ich habe mich auch bereit erklärt, den Text ihres zu erstellenden Flyers zu korrigieren.

Der mir zugeschickte Text verschlug mir dann allerdings die Sprache: entgegen aller mündlichen und schriftlichen Informationen war der Gartenkaffee aus Gololcha zu einem Wildkaffee aus Bergregenwäldern mutiert! Da auch vieles andere, an das ich mich im Nachhinein im Einzelnen gar nicht mehr erinnere nicht stimmte, habe ich einen guten Teil des Textes umgeschrieben. In einem Telefonat mit Yanick + Fee stellte ich noch ein Mal deutlich klar, dass es sich bei dem Gololcha-Kaffee nicht um einen Wildkaffee handelt.

Ich habe die Sache dann nicht mehr weiter verfolgt (die Sache war für mich nach der Akzeptanz meiner Korrekturen durch Yanick + Fee für mich erledigt), bis ich kürzlich bei Google auf das “Gololcha-Projekt” bei Yanick + Fee stieß. Der dort zu lesende Text zum “Gololcha-Projekt” ist noch weitgehend im Ordnung, wenn auch die Aussage: “Das Gololcha-Projekt wurde 2002 ins Leben gerufen und garantiert seither erfolgreich den dortigen Kaffee-Bauern faire Preise …” (s. Anm. 1) nicht ganz korrekt ist: Die Kooperative hat jetzt durch den Handel über zwei Auktionen (neben, wie bisher, über Dire Dawa, nun auch über Addis Abeba) lediglich mehr Optionen, bessere Preise zu erzielen als zuvor; ob sie die aber immer erreichen, und ob diese Preise “fair” sind (was immer das im Konkreten heißt), das lässt sich nie prognostizieren; aber das ist freier Markt, und die Teilnahme am freien Markt war von den Bauern und der Gololcha-Distrikt-Verwaltung auch so gewollt.

Nicht in Ordnung und nicht akzeptabel ist hingegen die Beschreibung des Gololcha-Kaffees im Online Shop von Yanick + Fee:

….. (Sreenshot von http://www.yanickfee.com/de/catalog/18/bio_caf vom 26.06.2008)

Wieso, frage ich mich, ist hier die Rede von “wild wachsenden Kaffeekirschen”? Warum ist das wider jeden besseren Wissens von Nöten? Um den Absatz zu fördern? Kaffees mit Zusatz “wild” versehen, das habe ich an anderer Stelle bereits erwähnt, verkaufen sich derzeit gut. Alles also eine Sache des Marketings?

Ob dem so ist oder nicht – eines stimmt mich dabei nachdenklich: Behauptet ein Röster oder Händler, ein Kaffee sei “bio”, dann muss er dies durch ein Bio-Zertifikat nachweisen; behauptet der gleiche Röster hingegen, der Kaffee sei “wild wachsend” (und er ihn entsprechend teuer anbietet!), dann muss er das nicht durch ein Zertifikat nachweisen! Falschen Behauptungen sind deshalb Tür und Tor geöffnet. Darüber sollte man sich Gedanken machen! Zwei der wenigen Einrichtung, die das tun, sind die Amber Foundation und das ZEF an der Uni Bonn im Rahm des CoCE-Forschungsprojekts. Ob´s hilft? Von anwendbaren Instrumenten ist man derzeit noch weit entfernt.

Anm. 1: Screenshot von http://www.yanickfee.com/de/gololchaprojekt vom 26.06.2008:

Zum Maskal – Online Shop

Pressemitteilung: Vilcabamba-Kaffee aus dem “Tal der Hundertjährigen” jetzt bei Maskal – fine coffee company

 

Eine Pressemitteilung macht auf unseren Vilcabamba-Kaffee aus dem "Tal der HUndertjährige" in Ecuador aufmerksam. Und der Kaffee hat in der Tat Aufmerksamkeit verdient: vollmundig, mit prikelnder, aber nicht dominierender Säure und einer wunderbaren Schokoladennote auf der Zunge! Ein herrlicher Hochland-Arabica aus den Anden Ecuadors! Seit Kurzem in unserem Online-Shop!

 

Hier der Pressetext:

(openPR) – Exquisiter Kaffee aus dem Tal der Hundertjährigen, Ecuador

Seit Kurzem hat die Maskal – fine coffee company ein begrenztes Kontingent eines außergewöhnlichen Kaffees, des Vilcabamba aus dem südlichen Ecuador zur Verfügung. Kenner der Kaffee-Szene wissen, dass es sich beim Vilcabamba um ein Highlight handelt, das schwer zu erstehen ist und in Deutschland nur selten angeboten wird. Aber genau auf solche Kaffee-Raritäten hat sich Dr. Hans-Jürgen Langenbahn, Inhaber der Maskal – fine coffee company, spezialisiert.
Dieser samtig weiche Hochland-Arabica aus den ecuadorischen Anden wächst auf 1500 m Höhe im „Tal der Hundertjährigen“. Das berühmte Tal, in dem er heranreift, ist gesegnet mit dem „Agua de Oro“, dem „goldenen Wasser“. Zudem ist die Heimat-Region dieser Kaffeespezialität bekannt für ihre hohe Konzentration an über hundert Jahre alten Menschen. Zusammenhänge zwischen dem goldenen Wasser, den Hundertjährigen und dem Spitzenkaffee Vilcabamba mögen real sein oder rein spekulativ: Das zu beurteilen wird dem Kenner überlassen, der diesen hocharomatischen, vollmundigen Kaffe als wahres Geschmackswunder erleben und bewerten wird. Der typische Vilcabamba-Geschmack ist sehr intensiv, mit „conchierter“ Schokoladennote, einem gut ausgebildeten Körper und mit einer angenehm prickelnden, aber keineswegs dominanten Säure. Der Kaffee ist schonend langzeitgeröstet und deshalb sehr gut verträglich.
Wer sich ein (Geschmacks-) Bild dieser edlen Kaffee-Rarität machen möchte, kann ihn jetzt noch bestellen im Online-Shop von Maskal – fine coffee company unter www.maskal.de. (Quelle: OpenPR)

Die Pressemitteilung ist auch im Feinschmeckerblog nachzulesen.

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