Tag Archiv: Fair Trade

Warum direkt gehandelter Kaffee (auch) fair gehandelt ist

Immer wieder werden wir von Kunden gefragt: Direkthandel schön und gut, aber ist euer Kaffee denn auch fair (bzw. Fair Trade)? Um die Diskussion abzukürzen, antworten wir meistens ‚ja, klar’. Das meinen wir auch so. Klar ist aber auch, dass die Sachlage nicht sooo einfach ist. Aber viele Leute möchten einfache Antworten und nicht solche, die noch mehr Fragen aufwerfen und eventuell irritieren könnten. Antworten, die dem Erwarteten entsprechen. So bleibt die Auseinandersetzung mit dem Fairen Handel hierzulande auch oft eine oberflächliche: Hauptsache keine Kinderarbeit und faire Preise. Aber mal konkret – was passiert im Kaffeehandel? Weiterlesen … »

Kaffee nachhaltig ernten – die besten englisch-sprachigen Kaffee-Blogs (3)

Dritte Folge der Vorstellung spannender internationaler Kaffee-Blogs: Es geht (fast) an die amerikanische Westküste, nach Portland/Oregon. Hier finden wir das Hauptquartier der Kaffeeimporteure von Sustainable Harvest. Das – nach eigenen Worten – profitorientierte Sozialunternehmen investiert zwei Drittel seiner operativen Einnahmen in die Entwicklung von Partnern, zum Beispiel in Tanzania. Zudem wird jedes Jahr zu einer dreitägige Trainingsveranstaltung mit dem Namen Let’s Talk Coffee™ eingeladen – mit Partnern aus allen Teilen der Welt: Hier wird Klartext gesprochen – zu Marketing-Strategien, Geschäftsentwicklung und Qualitätsmanagement. Das Geschäftsmodell von Sustainable Harvest hat sicher nicht nur für uns von Maskal Vorbildcharakter Weiterlesen … »

Nicaragua Fair Trade-Kaffee – Nachhaltige Entwicklung oder Armutsfalle?

Nicaragua ist, wenn man so will, das Ursprungsland der Kaffee-Fairhandelsbewegung. Mit Nica-Kaffee wurde seit den späten 70er Jahren die sandinistische Revolution und somit ein grundlegender gesellschaftlicher Wandel in dem mittelamerikanischen Land unterstützt. Doch wo stehen Nicaraguas Kaffeebauern heute?

Joni Valkila von der Universität Helsinki und Anja Nygren vom Institut für Entwicklungsforschung, ebenfalls in Helsinki, wagen einen kritischen Blick auf Veränderungen in der Kaffee-Wertschöpfungskette für Kaffeebauern in Nicaragua. Dabei zeigen die Wissenschaftler nicht nur positiven Wirkungen der Zertifizierung, sondern auch deutliche Schwachstellen und Zukunftsperspektiven auf. Weiterlesen … »

Coffee-Hunting: Kaffee-Spezialitäten auf der Spur – LAOS (3)

Marc Roger Albert, www.similanguide.com)

Die Lao Mountain Rösterei (courtesy & copyright: Marc Roger Albert, www.similanguide.com)

Nachdem wir das Bolaven-Plateau in Laos als interessante Kaffeelage identifiziert hatten, musste jetzt unbedingt der Kaffee her. Nichts lag näher, als bei Lao Mountain, einem lokales Unternehmen, das auch noch eine weitere Stufe der Wertschöpfung im Erzeugerland realisiert, Proben zu bestellen, zumal unsere Recherchen nach europäischen Importeuren zunächst keine Ergebnisse erbrachten.

Lediglich bei zwei französischen Unternehmen tauchte der Kaffee in exotischen Blends auf. Deshalb kontaktierten wir Steve Feldschneider, der Lao Mountain Coffee 2001 in Vientiane, der Hauptstadt von Laos, gründete und seither selbst am Röster steht. Weiterlesen … »

Revival des Jemen-Kaffees: Ein Interview mit jemenitischen Kaffee-Produzenten.

Trotz verschiedener Herleitungen des Wortes Kaffee (aus dem Arabischen kaweh für Stärke, Lebenskraft bzw. qahwa für anregendes Getränk, oder aber, wie fälschlicherweise noch immer gerne getan, von seiner geographischen Ursprungsregion Kaffa in Äthiopien) dürfte inzwischen klar sein, dass die Erfolgsgeschichte des schwarzen Zaubertrankes als Kultur- und Konsumgut auf der arabischen Halbinsel seinen Ursprung genommen hat. Die Bezeichungen coffea arabica oder aber Mokka, ein Synonym fürden über Jahrhundete wichtigsten Seehafen für den Kaffee-Export im Jemen, sind wichtige Indizien dafür. Dennoch sind die ursprünglichen Anbaugebiete in den Bergen des Jemen bei Kaffeetrinkern in Europa bis heute weitgehend unbekannt.

Dies zu ändern ist der Wunsch einer kleinen Delegation von Kaffeeproduzenten und -exporteuren, die ich vor wenigen Tagen auf der BIOFACH, der Weltleitmesse für Bioprodukte vor’s Mikrofon locken konnte. Weiterlesen … »

Coffee-Hunting: Exklusiven Kaffee-Spezialitäten auf der Spur – LAOS (Folge 2)

Das Bolaven-Plateau ist seit jeher das Herzstück der laotischen Kaffee-Produktion, die in der einst krisengeschüttelten Region im Herzen Indochinas für einen bescheidenen wirtschaftlichen Aufschwung sorgt. Von Pakse, der Provinzhaupstadt am Ostufer des mächtigen Mekong sind es kaum 50 Kilometer bis nach Paksong, der Hauptstadt des Kaffees.

Tad Fane Wasserfall

Tad Fane Wasserfall

Reisende schwärmen von einer genussvollen Fahrt mit Zwischenstopp an Laos höchstem Wasserfall bei frischem Ananas- oder Bananen-Smoothie. Unter Globetrottern gilt Bolaven aufgrund seines angenehmen Klimas, seiner spektakulären Wasserfällen und Katarakte, den oftmals noch dichten Wäldern und wegen des ursprünglichen Charmes seiner lokalen Ethnien noch als Indsider-Tipp. Die Region lebt jedoch in erster Linie von der Landwirtschaft. Neben Kaffee spielen Kautschuk, Kardamon und Pfeffer eine wichtige Rolle. Weiterlesen … »

Eindrücke vom MARKTPLATZ FÜR ENTWICKLUNG in Washington: Teil II – Adivasi-Kaffee aus Ost-Indien

Priti Rao ist eine sympathische, vor Tatendrang und Begeisterung sprühende Inderin aus Hyderabad. Ihre Story spielt im indischen Bundesstaat Andra Pradesh, wo sie als Beraterin der Naandi Foundation in Sachen Kaffee mit mehreren Gruppen von ‚Adivasi’ arbeitet. ‘Adivasi’ ist die Sanskrit-Bezeichnung für indigene Gemeinschaften. Von diesen leben hier im Araku Valley, rund 120 Kilometer entfernt vom Golf von Bengalen, mehr als ein Dutzend. Sie nennen sich Bagatas, Kotiyas, Nooka Dooras oder Khonds, sie waren landlos, ihre Landnutzungstechniken archaisch, die Erträge des Wanderfeldbaus minimal – ein Leben am Rande des Existenzminimums.

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