Seit Sonntag bin ich mit der Harrar Cupping Karawane in Äthiopien unterwegs. Täglich verkosten und bewerten wir zahlreiche Kaffees verschiedener Kooperativen und diskutieren mit den Bauern Aspekte der Qualitätsverbesserung. Und selbstverständlich sind alle Teilnehmer auf der Suche nach den Top Harrar-Kaffees. Hier ein erster Zwischenbericht …
Die äthiopische Kaffeezeremonie darf nirgends fehlen
Da ich mich wegen der in wenigen Tagen anstehenden “Coffee Cupping-Karawane” durch Harrar (Äthiopien) nun intensiv mit der Kaffeeverkostung auseinandersetze, gehe ich auch daran, mein Schlürftechnik zu verbessern. Dazu habe ich eine tolle Video-Anleitung von Sweetmarias bei Youtube gefunden. Natürlich nicht ganz ernst gemeint - aber sehr beeindruckende Techniken! Viel Spaß beim Schlürfen mit Tom Owen:
Quelle: YouTube. Mit freundlicher Genehmigung von Tom Owen (Sweetmarias)
Warum soll man eigentlich bei einer Verkostung den Kaffee “schlürfen”? Die Grundlage für eine intensive Wahrnehmung der jeweiligen Kaffeesorte ist das richtige Schlürfen des Kaffees. Das funktioniert am besten, wenn eine ausreichende Menge des “schwarzen Goldes” mit einem kräftigen Sog in den Mund gezogen und dort fein zerstäubt wird. So gelangt das Kaffeearoma durch den Rachen auch in die Nasenhöhle und kann so die Aromarezeptoren erreichen. Probieren Sie es einfach beim nächsten Tässchen einmal aus - sie werden erstaunt sein, was Sie alles schmecken werden (einen guten Kaffee natürlich vorausgesetzt)
Der Aufbruch zur Harrar Cupping Caravan steht unmittelbar bevor. Morgen kann ich mich vom Winter verabschieden :-). Es ist - glaube ich - mein elfter Äthiopienaufenthalt - man kennt sich schon etwas aus. Trotzdem ist das Packen immer wieder eine Herausforderung. Dinge, die man beim letzten Mal als vermeintlich nützlich mitgenommen hatte, erwiesen sich als überflüssig, andere, die souveräner Einschätzung der Gegebenheiten zuhause blieben, als eigentlich unentbehrlich.
Mich erwarten nicht nur eine Woche Kaffee-Verkosten, sondern anschließend auch ein sehr spannender Planungs- und Beratungsauftrag in einem äthiopisch-deutschen Entwicklungsprojekt. Also werden die 40 Kilo Gepäcklimit ausgereizt. Da mein Gedächtnis altersbedingt bereits etwas nachlässt, spiele ich mit meinen zwei Töchtern und meiner Frau das beliebte Spielchen ‘Kofferpacken’: Also “ich fahre nach Äthiopien und packe in meinen Koffer….” Weiterlesen … »
Ich muss sagen, ich habe nicht schlecht gestaunt, als ich zum ersten Mal unseren Espresso No. 5 - ein sortenreiner Harrar-Gololcha aus Äthiopien - durch die “mypressi TWIST” habe laufen sehen. Diese Crèma … unglaublich! Da haben die Espressotraders ein wirklich feines Espresso-”Maschinchen” über den Teich geholt! Und wir einen feinen Kaffee aus dem äthiopischen Hochland! Weiterlesen … »
Es ist mitten in Karneval. Ein Büttenredner nach den anderen quält sich über dem Bildschirm. Halb Deutschland verschleudert seine Jahresdosis an guter Laune in nur wenigen Tagen, die andere Hälfte holt sie sich in diesen Tagen. Die Karawane zieht weiter, der Sultan “hät Doosch” - was ich jahrzehntelang als ‘hält durch” verstanden haben; so eine Art orientalisches Kampftrinken muss das sein, dachte ich mir!
Naja, von Tee wird kaum ein Beduine alkoholisiert. Von Kaffee auch nicht! Das ist mir sympathisch - und deswegen habe ich mich gefreut, zum erlesenen Kreis der Teilnehmer der Ethiopian Cupping Caravan 2010 - so etwas wie die Camel-Trophy der Kaffee-Junkies - zu zählen, die sich Mitte März mit einem Kamel der Lüfte nach Dire Dawa und von dort in die Hochburgen des äthiopischen Kaffees um die Stadt Harrar begibt. Zugegeben, Hans, der einst seine Verkostungstrainings in Addis Abeba absolviert hat und als ausgwiesener Kenner der äthiopischen Kaffees gilt, hat mir die Reise abgetreten, da ich die Wochen danach ohnehin in Äthiopien zugange bin, und sich eine Operation ‘Harrar’ dann natürlich anbietet. Weiterlesen … »
Prinz Asfa-Wossen Asserate von Äthiopien freut sich, das Team von Maskal freut sich, Pfarrer Gossens in Addis Abeba freut sich, und erst recht freuen sich 560 Kinder der German Church School. Eigentlich könnte ich jetzt hier aufhören; bei so vielen guten Nachrichten! Aber ich sollte vielleicht doch noch sagen, warum sich alle so freuen. Weiterlesen … »
Nach dip:coffee, dem neuen Convenience-Kaffee-Format, möchten wir eine weitere neue Produktlinie von Maskal vorstellen - My:FairCoffee.
Mit My:FairCoffee verknüpfen wir den Abonnement-Gedanken mit dem aktiven Schutz ökologischer Brennpunktregionen des Kaffeeanbaus und der Förderung sozialer Einrichtungen und einkommenschaffender Maßnahmen. Weiterlesen … »
Hans Langenbahn, Gründer der Maskal - fine coffee company, berichtet in diesem Blog über das aktuelle Geschehen bei Maskal sowie über Trends und Ereignisse in der Welt des Kaffees.
Außerdem erscheinen regelmäßig Beiträge von Co-Autor Jörg Volkmann und Gastautoren.