Vom Kaffeemarkt kann ich viel wissen … Ein Gedicht zum Neujahrsbeginn.

Herr Stehl vom Kaffeeimporteur “List & Beisler” schickte mir freundlicherweise nachfolgendes Gedicht zu, das Herr Preibisch, Geschäftsführer des deutschen Kaffeeverbands, beim diesjährigen Neujahrsempfang vorgetragen hat. Das Gedicht stammt laut einer persönlichen Mitteilung von Herrn Preibisch aus dem Jahr 1936 (!) und ist mit “xyz” unterzeichnet; der Autor ist also unbekannt.

Die Verse bedürfen keinerlei Erläuterungen. Lesen und genießen Sie selbst:

Vom Kaffeemarkt kann ich viel wissen
doch allzuvieles weiss ich nicht.
Ich weiss nur, dass er ist besch…
doch sehr besch… ist er nicht.
Die Ernte wird zwar gross und mächtig,
jedoch zu mächtig wird sie nicht,
das hört sich an als sei’s verdächtig,
doch so verdächtig ist es nicht.
Wir sehen wieder höhere Preise,
doch sehr viel höhre sehen wir nicht,
drum decke sich wer klug und weise,
doch allzuvieles kauf er nicht.
Wollt Ihr auf meinen Ratspruch hören,
so kaufet Kaffee oder nicht.
Doch wollt Ihr Euer Geld vermehren,
kauft Kaffee wirklich oder nicht.
Denn aus dem Kaffemarkt gewimmel
Wird klug ein Erdenmenschlein nicht,
den Marktlauf kennt nur Gott im Himmel,
doch kennt auch er ihn … wahrscheinlich nicht.

Ein Kommentar

  1. Veröffentlicht am 17.01.2011 um 22:54 | Permanenter Link

    Hehe, sehr feines Gedicht – und heute so aktuell wie damals :-)

    Das Reimschema kommt mir bekannt vor. Ah, jetzt weiß ich auch, woher die Fantastischen Vier in Ihrem Song Einfach sein die Inspiration haben.