Gayo-Mandheling: Unser neuer Kaffee aus Sumatra

Seit einigen Tagen ist neben dem “Harazi” aus dem Jemen nun auch unser zweiter neuer Kaffee, ein “Gayo-Mandheling” aus Sumatra in unserem Kaffee-Shop eingestellt. Es ist ein wunderbar körperbetonter Kaffee aus dem Gayo-Hochland in Aceh. Der Kaffee stammt dieses Mal allerdings nicht wie im letzten Jahr von der Arinagata-Kooperative, sondern von der quasi benachbarten Permata Gayo-Kooperative.

Thomas Stehl)

(Bildquelle: Thomas Stehl)

Bio-Kaffee aus dem Gayo-Hochland

Die Permata Gayo-Kooperative produziert jährlich 500 – 600 t konventionellen und etwa die gleiche Menge bio-zertifizierten Kaffee, von dem ich mir ein Quantum gesichert habe. Gerne hätte ich den im letzten Jahr mit zwei befreundeten Röstern gekauften Ariganata-Kaffee weiter im Sortiment behalten, was aber aus zeitlichen und logistischen Gründen einfach nicht möglich war. Nun gut, aber der Kaffee der Permata Gayo-Kooperative ist mehr als ein Ersatz und überzeugt in absolut gleicher Weise wie der Ariganata.

Verarbeitung des Gayo-Kaffee

Der Kaffee ist, wie bei den Kooperativen im Gayo-Hochland üblich, semi-gewaschen. Dabei wird in kleinen hand- oder von Dieselmotoren betriebenen “Entpulpern” das Fruchtfleisch der reifen Kaffeekirschen abgetrennt. Übrig bleiben die “Parchments” (“Pergaminos”), d.h. die von der sog. “Pergamenthülle” umgebenen grünen Bohnen. Im Bild oben ist der Trennungsprozess schön zu sehen: Das Rote ist das abgetrennte Fruchtfleisch, das Helle die “Parchments”.

Die “Parchments” werden anschließend auf Matten, idealer Weise aber auf erhöhten Tragegestellen, die eine gute Luftzirkulation gewährleisten, unter regelmäßigem Wenden in der Sonne getrocknet. Nach Erreichen eines Feuchtigkeitsgehalts von ca. 12 % ist der Kaffee im Prinzip verkaufsfähig. Da die “Pergamenthüllen” ein hervorragender Aromaschutz sind, werden sie in der Regel erst kurz vor dem Verkauf resp. Export maschinell entfernt.

Kaffee von Kooperativen oder Farmen

In diesen Kaffees steckt, wie vielerorts auf der Welt, viel Handarbeit. Schade dabei ist, dass – ebenfalls wie in vielen Anbauländern – all diese Kaffees oft wild mit anderen gemischt werden, so dass einerseits nicht mehr von “Terroir”, “Single Origin” oder “Sortenreinheit” die Rede sein kann, und dass andererseits die Produzenten hinter Labels wie “Mandheling”, “Lintong” usw. gänzlich verschwinden.

Aus diesemn Gründen kaufe ich gerne Kaffees von Kooperativen oder kleinen Farmen, bei denen die Menschen stolz sind auf ihr Produkt, auf ihren Kaffee. Das ist sicher noch nicht das Optimum dessen, was mir vorschwebt, aber manche Dinge erfordern eben viel Geduld und Ausdauer.

Genuss aus dem Pazifik

In diesem Sinne werde ich jetzt noch ein weiteres Tässchen eines gestern Abend bei mir eingetroffenen, Kaffees von einer kleinen Inselgruppe im Pazifik genießen. Über den gibt es in diesem Blog bald mehr zu lesen … Wer bis dahin gerne ein anderes Tässchen bevorzugt, der findet sicher etwas Passendes in unserem Maskal Kaffee-Sortiment :-)

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