Slowcoffee – jetzt aber mal langsam!

Unsere Welt ist immer schnelllebiger: Kaffee “Togo” – Kaffee zum (Davon)Laufen, Telefonieren im Gehen, Internet beim Autofahren. Dabei lohnt es sich durchaus auch mal inne zu halten, um die Botschaften unserer Umwelt zu empfangen und bewusst wahrzunehmen. Die Botschaft des Slow Coffee-Manifests brauchte gar schon 13 Monate, um überhaupt bis zu uns zu gelangen – trotz Internet. Neu war uns der Inhalt der Botschaft zwar nicht, die das 1000 Faces Coffee ins Universum schickte, aber sie zeigte uns: Es gibt noch mehr Leute da draußen, die so denken wie wir!

Die Slowcoffee (R) – Bewegung steht zwar nicht direkt mit Slow Food in Verbindung, vertritt aber im Prinzip eine ähnliche Philosophie: Transparenz – Einfachheit – Besinnung. Nehmen Sie sich also einen guten Kaffee her, dazu etwas Zeit und Besinnlichkeit für das Wesentliche, in diesem Fall das Wesentliche des

Slow Coffee-Manifests (- bitte nicht im Gehen lesen!):
Die Slowcoffee-Idee basiert auf drei miteinander in Verbindung stehenden qualitativen Elementen. So sollte Kaffee sein:

1) Gut: Ein ausgeprägter, für die geschulten Sinne unverwechselbarer Geschmack und Aroma sind die Früchte kompetenten Anbaus und Verarbeitung durch den Erzeuger und einer guten Rohkaffeeauswahl durch den Röster. Die Röstung verfeinert lediglich den Charakter des Kaffees, soll ihn aber nicht prägen.

2) Sauber: Die Umwelt muss schonend behandelt werden, und nachhaltige Methoden in der Landwirtschaft, Tierhaltung, Verarbeitung, Vermarktung und beim Konsum sind ernsthaft anzustreben. Jedes Glied in der agro-industriellen Produktionskette, einschließlich des Konsums soll die Ökosysteme und die natürliche Vielfalt schützen und die Gesundheit von Verbrauchern und Erzeugern erhalten.

3) Bewusst: Soziale Gerechtigkeit entsteht durch Schaffung von Arbeit, die die Menschen und ihre Rechte respektiert und Arbeit angemessen honoriert; durch das Streben nach einer Balance der Wirtschaftssysteme der Welt; durch gelebte Sympathie und Solidarität; durch Respekt für kulturelle Vielfalt und Traditionen.

Wenn Sie sich jetzt fragen, wo die Zertifizierung für diese Prinzipien sind? Es gibt keine! Denn nur Transparenz erzeugt Vertrauen. Und ist Zertifizierung nicht ein Ausdruck von Misstrauen und Kontrolle, oder das Vertrauenssurrogat der Globalisierung?!

Wir unsererseits können uns nahezu deckungsgleich mit den einzelnen Elementen des Slowcoffee-Manifest identifizieren. So sind wir, ohne dass das Kind bisher einen Namen gehabt hätte, Slowcoffeeisten. Und wir sind uns sicher, es gibt noch viel mehr von ihnen!

Das Slow Coffee Manifesto stammt von 1000 Faces Coffee – in Auszügen frei übersetzt von Jörg

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