Mobile Espressomaschine MYPRESSI TWIST ausgezeichnet

Angenommen: Sie sind unterwegs, Sie lieben Espresso über alles, Sie trauen keinem Barista als sich selbst, Sie wachen morgens in einem 1 – 5 Sterne-Hotel am Bahnhof von Smolenska auf und zeigen massive Symptome einer schwerwiegenden Espresso-Unterversorgung (von denen Grantigkeit noch eines der harmloseren ist). Was tun? Einen Arzt rufen? Der hat keinen Espresso! Zum Frühstücksbuffet gehen? Wie ohne Espresso dorthin kommen? Doch Achtung: Ihnen kann geholfen werden! Bald. In ein paar Monaten. Mit dem tragbaren, minimalistischen “mypressi TWIST“. Der wird zu ihrem Standard-Traveller-Set gehören wie Kniestrümpfe mit Rautenmustern und das Erwachen in einem noch so lausigen Hotel zum Startschuss in einen glücklichen Tag werden lassen.

Nachtrag vom 15.02.2010:

Seit Anfang Februar 2010 ist der “mypressi TWIST” auch in Deutschland erhältlich! Alles Aktuelle dazu in diesem Gastbeitrag.

"mypressi Twist" - die mobile Espresso-Maschine

"mypressi Twist" - die mobile Espresso-Maschine (Quelle: http://mypressi.com)

beste Neuheit: mypressi Twist

Dieser “mypressi Twist” wurde Mitte April auf der großen Jahres-Veranstaltung des wichtigsten Spezialitätenkaffee-Verbandes, des SCAA (Specialty Coffee Association of America) als beste Neuheit in der Verbraucher-Kategorie “Zubereitung & Equipment” (“Preparation & Serving Equipment for the Consumer”) ausgezeichnet. Das will schon was heißen, denn diese Auszeichnung ist hoch begehrt!

Die Konstruktion des gerade mal 450 g wiegenden “mypressi TWIST” ist denkbar einfach: Espressopulver in ein Sieb geben, kochendes Wasser in das zugehörende Behältnis gießen, Deckel schließen und den notwendigen Druck von 9 bar erzeugen … mittels einer handelsüblichen Gaskartusche, wie sie für Sahnespender etc. verwendet wird. Das war`s. In 20 – 30 sec. soll ein hervorragender Espresso ausgelassen sein (PS: Was selbstverständlich auch von der Qualität des verwendeten Espresso abhängt). So gesehen ist die Bedienung dieser Espresso-Handmaschine deutlich einfacher als die des “Handpresso“.

Wie der so erzeugte Espresso  im Vergleich zu dem aus einer Siebträgermaschine schmeckt, lässt sich noch nicht sagen – die ersten Modelle werden erst in einigen Monaten auf den Markt kommen. Man kann sich seinen “mypressi TWIST” aber jetzt schon auf der Website des Herstellers “Espressi Inc.” in San Jose, Kalifornien schon vorbestellen – sofern man (s)einen Wohnsitz in den USA hat. Preis: rd. 130,- USD.

Video der mypressi

Da bekannter Weise Bilder mehr sagen als Worte, hier das bisher einzige existierende Video, das den “mypressi Twist” im Einsatz zeigt:


Stephen O`Brien, der Erfinder des “mypressi TWIST” (Quelle: YouTube)

Nachtrag: Falls Sie eines Tages im Bahnhofshotel von Smolenska absteigen sollten (wo immer das auch liegen mag), vergessen sie nicht, einen Wasserkocher in Ihren Traveller-Set zu stecken; denn heißes Wasser brauchen Sie ja schließlich auch (und dazu ein richtig temperiertes!). Ach ja, und natürlich eine Tasse! Und den Zucker nicht vergessen … Und falls Sie lieber einen Macchiato …; na, Sie merken schon, auf was ich hinaus will! Aber man muss fair bleiben: Genial (einfach) ist der “mypressi TWIST” trotz alledem! Praktikabel … und hervorragend designed!

9 Kommentare

  1. Veröffentlicht am 28.04.2009 um 20:14 | Permanenter Link

    Die Idee ist ja nicht schlecht aber der Nutzen den das Produkt bringen soll, den bringt es letztendlich nicht: Einen tollen Espresso, ohne viel Aufwand. Irgendwie nicht bis zum Schluss durchdacht.

  2. Veröffentlicht am 29.04.2009 um 20:01 | Permanenter Link

    Echt ein ganz guter Gag, aber 130$ für sowas ist schon ein teurer Spaß… .

  3. Veröffentlicht am 29.04.2009 um 20:48 | Permanenter Link

    Hallo Stefanie,

    ich denke, man sollte das Gerät – sofern es in absehbarer Zeit (in Deutschland) erhältlich ist – erst ein Mal mit einem guten Espresso ausprobieren. Wer weiß, vielleicht gibt es ja eine Überraschung …

    Viele Grüße,

    Hans

  4. Veröffentlicht am 30.04.2009 um 08:30 | Permanenter Link

    Vielleicht sollte ich so ein teil mal bei meiner nächsten Reise nach Äthiopien mitbringen und bei einem Kaffeebauern im Tukul vorführen. Das würde sicher für einen Menschauflauf sorgen.

  5. nono
    Veröffentlicht am 09.05.2009 um 00:54 | Permanenter Link

    1 Gaskartusche = 4 espresso :-( (

  6. Veröffentlicht am 09.05.2009 um 14:57 | Permanenter Link

    Hallo Nono,

    was Du schreibst ist im wahrsten Sinne des Wortes – sofern wir den Angaben des Herstellers Vertrauen schenken – nur die “halbe Wahrheit”: Mit einer Kartusche sollen sich 8 einzelne bzw. 4 doppelte Espressi machen lassen. Siehe: http://mypressi.com/twistgallery.php.

    Viele Grüße,

    Hans

  7. Veröffentlicht am 11.12.2009 um 15:16 | Permanenter Link

    Ich betreibe eine Espressothek in Österreich, Graz. Ich habe wirklich schon viele neue Systeme getestet und den Kosten-Nutzenfaktor überprüft. In dem Fall kann ich nur sagen, für Nobelcamper schon ok zumal die Kaffeequalität wirklich besticht. Allerdings ganz sicher nicht alltagstauglich.
    Die Angabe von 8 Tassen Espresso stimmt übrigens auch nicht, da schon bei der fünften Tasse der Druck erheblich abnimmt. Auch sind rasch kostenintensive Wartungen bei den Dichtungen durchzuführen. Bleibt bei der alten Mocca-Maschine!

  8. Veröffentlicht am 08.02.2010 um 02:58 | Permanenter Link

    Es ist nun soweit; der Mypressi TWIST ist nun in Deutschland erhältlich.
    Wir sind authorisierter Deutschland-Distributor. Alle weiteren Informationen sind unter http://www.espressotraders.de erhältlich.

    Ein Wort zu Hr. Heiling: Der TWIST wird mit einem Set von Dichtungen mitgeliefert, sodass keine kostenintensiven Wartungen anfallen, zumal die Dichtungen sehr lange halten.
    Sollten mal die Dichtungen nicht ausreichen: Ein Ersatz-Set (mind. 2 von jeder Dichtung) kostet gerade mal 8€.
    Dass der Druck nach 5 Tassen nachlässt können wir nicht reproduzieren. Eine Sahnekapsel bietet mindestens 35 bar Druck. Der Regulator drosselt diese auf 9 bar. Auch nach der fünften Tasse gibt es noch ausreichend Druck, um die 9 bar zu erzielen.

  9. Fragomaus
    Veröffentlicht am 01.08.2011 um 13:32 | Permanenter Link

    Hätten die mal lieber, statt des Typen, gezeigt, wie man das Teil richtig bedient! Auf die Hände hat die Kamera immer erst geschwenkt, wenn alles fertig war.
    Scheint mir zudem ziemlich umständlich zu sein, und woher kriege ich unterwegs die Kartuschen? Da kann ich auch gleich die Silvia in den Kofferraum stellen!
    Sieht eher nach einem Nobelgag für Yuppies aus!

Ein Trackback

  1. Von Donnerstagslinks #77 am 01.05.2009 um 00:00

    [...] Sieht aus wie eine Knoblauch-Presse, soll aber leckeren Espresso zaubern. Kaffee-Satz! berichtet über die mypressi Twist [...]