Ersten Coffee-hunting-Kaffee in Nepal gekauft. Prädikat wertvoll!

Jetzt wird es langsam ernst mit unserem Coffee-hunting. Heute haben wir das Geld für den Kauf unseres ersten “Hunting”-Kaffees nach Kathmandu/Nepal überwiesen.

“Door-to-door”

Für die Promotion-Phase haben wir erst ein Mal 6 Säcke à 40 kg gekauft – die letzten Säcke die es, wie Jörg ja schon berichtet hat, überhaupt noch gab. Der Kaffee wird “door-to-door” geliefert und sollte in vielleicht 2 Wochen bei uns eintreffen – je nachdem, wie schnell die Zollabwicklung erfolgt.

Ein exzellenter Kaffee

Das bisher interessanteste Ergebnis bei unseren Teströstungen haben wir bei exakt 14 Minuten. An diesem Punkt entwickeln sich Aromen, die stark an Rosenwasser und Nüsse erinnern; gleichzeitig kommt dabei die feine Würze dieses Kaffees voll zur Geltung. Die Säurespitze ist bei dieser Röstdauer etwas abgeflacht, was den Kaffee stärker ausgewogen werden lässt als bei den zuvor gewählten kürzeren Röstzeiten. Beeindruckend ist der Abgang: Es ist, als würde der Kaffee regelrecht auf dem hinteren Teil der Zunge kleben bleiben.

Sobald der Kaffee eingetroffen ist, werden wir zusätzlich einige Teströstungen auf Espresso machen. Mal schauen, ob er als Single Origin etwas dafür hergibt.

Verzicht auf das Bio-Zertifikat

Ein kleiner unerwünschter Beigeschmack ist dennoch dabei: Leider macht es bei der geringen Zahl von Säcken keinen Sinn, den Kaffee als Bio-Kaffee zu importieren. Obwohl wir bio-zertifiziert sind müssten wir, wie jeder andere auch, eigens eine so genannte “Vermarktungsgenehmigung” bei der BLE (Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung) beantragen. Die ist für jeden Bio-Kaffee, den man importieren will erforderlich, gilt jeweils für 1 Jahr und kostet (pro Jahr!) rd. 500,- €! Das wären bei 240 kg Kaffee mehr als 2,- €/kg zusätzlich, die sich selbstverständlich beim Verkaufspreis niederschlagen müssten (und dort wegen des Röstverlustes von 17 %, wie die ersten Tests ergaben, sogar bei 2,41 €/kg lägen)!

Wir haben uns deshalb entschlossen, auf den Kauf des Bio-Zertifikats zu verzichten. Da deshalb nun alles, was auch nur entfernt nach “bio” oder “eco” klingt – von der Rechnung bis zur Aufschrift auf den Säcken – entfernt werden muss (damit es keine Probleme bei der Verzollung gibt), hoffen wir, dass alles glatt laufen wird und wir den Lalitpur bald in unserem Shop anbieten können! Wir werden rechtzeitig darüber berichten!

Mehr über Kaffee aus Nepal können Sie hier, hier und hier nachlesen.

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