Von Jena nach Äthiopien: Jugendliche unterstützen Kaffeebauern in Äthiopien!

Manchmal fügen sich Dinge einfach zum richtigen Augenblick zusammen! Nach der gestrigen, sehr interessanten Diskussion zu meinem Artikel über den Blogkarneval zur "Fairen Woche" von "KarmaKonsum" passt der heutige Beitrag zu einigen der im Verlauf der Diskussion gemachten Vorschlägen wie gerufen. Es handelt sich um ein durchaus außergewöhnliches Projekt mit Kaffeebauern in der Nähe von Jimma/Äthiopien … aber lesen Sie den mir zugeschickten Text von Martha Vogel selbst. Nur eines noch: Geben Sie den jungen Leuten über die Kommentarfunktion möglichst viele gute Ratschläge mit auf den Weg. Sie werden ihrerseits von Äthiopien aus versuchen, in gewissen Abständen in meinem Blog über den Stand ihrer umfangreichen Arbeit zu berichten.

Ich, Martha Vogel aus Jena, habe im Sommer dieses Jahres meine Schulzeit mit dem Abitur beendet. Nun möchte ich von Oktober 2008 bis Juni 2009 für den Verein ElJoJoFe e.V. nach Äthiopien gehen, um dort die Arbeit von Kleinbauern zu unterstützen. Mein Ziel ist es, den Bauern bei der Vermarktung ihrer biologisch angebauten Produkte, vor allem Kaffee, zu helfen. Das ist ein Ansatz dafür, dass die Bauern ihre Armut überwinden können. 

v.l.n.r.: Julius Garbe, Dr. Mitslal Kifleyesus-Matschie, Martha Vogel

Begeleiten wird mich Julius Garbe aus Jena. Entsendet werde ich von dem Verein ElJoJoFe e.V aus Jena, der in Äthiopien Projekte zum biologisch-dynamischen Anbau von Agrarprodukten und deren Veredelung initiiert und fördert. Der Verein kooperiert in Äthiopien mit der Firma Ecopia und verschiedenen Bauernorganisationen.

Da in Äthiopien der Kaffee das wichtigste Handelsprodukt ist, werde ich mit vielen Kaffeebauern zusammenarbeiten.
Meine Hauptaufgabe ist es, eine Datenbank zu erstellen, in der alle für Ecopia arbeitenden Bauern, also auch die Kaffeebauern registriert sind. In dieser Datenbank sollen alle die Produktion und die Produzenten betreffenden Daten enthalten sein. Dazu gehören auch Informationen zu den Bauernfamilien, deren Eigentumsverhältnissen und Gesundheitsstatus. Dies ist besonders wichtig, da es in Äthiopien kaum gesicherte Daten und Zahlen zur Bevölkerung gibt. Die Daten können nur gesammelt werden, indem ich durch Äthiopien reise und die Bauernfamilien persönlich befrage. Der Großteil der ländlichen Bevölkerung kann werden lesen noch schreiben.

Einige der erhobenen Daten sollen außerdem über einen Code verschlüsselt werden, der einen Zugang zu der webbasierten Datenbank darstellt und es jedem Kunden ermöglicht, den Weg seines gekauften Produktes nachzuvollziehen und mit dem Produzenten in Form einer durch die Ecopia organisierten Patenschaft in direkten Kontakt zu treten. So soll jedem Käufer die Möglichkeit geboten werden, genau zu wissen, woher sein Kaffee kommt.

Am 18. Oktober werden wir nach Addis Abeba fliegen, gerade sind wir dabei unseren Aufenthalt gut vorzubereiten.

Wer sich für meine Arbeit und die des Vereines interessiert kann sich bei den folgenden Links informieren.

Links:
http://www.eljojofe.de/
http://www.ecopia.de/

Kontakt:
Martha_und_Julius@gmx.de
 

6 Kommentare

  1. Veröffentlicht am 22.10.2008 um 21:27 | Permanenter Link

    Kaffeevermarktung mit integrierter Völkerzählung. Das ist eine interessante Kombination ;-)

  2. Veröffentlicht am 13.11.2008 um 15:06 | Permanenter Link

    Was ist eigentlich daraus geworden?

  3. Veröffentlicht am 13.11.2008 um 22:42 | Permanenter Link

    Gute Frage! Ich hoffe, die jungen Leute sind nicht irgendwo verlorengegangen:)! Nein, ich denke, die müssen sich erst mal zurechtfinden, einleben … und irgendwo eine Internetverbindung finden. Das ist im Landesinnern von Äthiopien keine einfache Sache. Aber lassen wir uns mal überraschen! Ich hoffe natürlich auch, dass wir bald was von ihnen hören werden.

    Hans

  4. Veröffentlicht am 29.11.2008 um 12:42 | Permanenter Link

    Hallo Hans!
    Du liegst richtig mit deiner Vermutung, dass wir uns erst einleben müssen. Auch Internet ist wie gesagt nicht leicht zu haben. Im Moment sind wir noch in Addis beschäftigt, wir werden aber demnächst nach Jimma zur Kaffeeernte fahren.
    Ich bin gespannt….
    Julius

  5. Veröffentlicht am 30.11.2008 um 16:21 | Permanenter Link

    Hallo Julius,

    es freut mich, von Euch zu hören! Ich hoffe, es geht Euch allen gut, und dass Ihr schon tief die äthiopische Luft eingeatmet habt! Ihr könnt unseren Lesern und Leserinnen, von denen die wenigsten – wenn überhaupt – je in Äthiopien gewesen sein werden, auch gerne berichten, wie Ihr Addis Abeba empfindet, was Euch dort besonders auffälltet etc. Das wird sicher viele interessieren …

    Ich wünsche Euch schon jetzt eine schöne Reise nach Jimma und eine tolle Arbeit dort!

    Alles Gute und viele Grüße an den Rest der “Truppe”!

    Hans

  6. Veröffentlicht am 27.10.2009 um 09:32 | Permanenter Link

    Hallo Hans,
    was ist draus geworden? Viele Grüße, Ina.

3 Trackbacks

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