Bob-o-Link-Kaffee aus Mococa : Vom Abenteuer eines Direktimports aus Brasilien.

Achtung! An Kai 3 bitte zurücktreten! Aus Santos, Brasilien läuft ein die Rio Bravo, Containerfrachter. An Bord 600 kg Bob-o-Link Coffee Birdfriendly Direct Trade aus den Mococa-Bergen – für Hans und Jörg!

Noch ist das Zukunftsmusik – aber nur noch bis zum 13. März. Gespannt verfolgen wir den Weg des Kaffees, der sich mit 19,5 Knoten auf Hamburg zubewegt und aktuelle gerade den Äquator passiert haben dürfte.

Die Rio Bravo auf ihrem Weg von Santos nach Hamburg.

Die Rio Bravo auf ihrem Weg von Santos nach Hamburg.

Etwas aufregend ist so ein Kaffee-Direktimport schon, vor allem wenn man das noch nicht sooo oft selbst bzw. “nur” als Door-to-door-Import gemacht hat. Und hindernisreich!

Normalerweise macht so etwas ja ein Importeur. Normalerweise geschieht das containerweise. Was aber, wenn Du eine zunächst nur kleine Charge eines bisher hervorragenden, wenn auch unbekannten Kaffees exklusiv vermarkten möchtest? Das bedeutet zunächst einmal 600 kg zum nächsten Hafen zu bekommen. Im Falle von Bob-o-Link setzten wir zunächst auf die Beilademöglichkeit eine größeren Importeurs, der containerweise Ware aus Brasilien nach Europa verschifft. Dafür wird nicht der Kaffee zu den Containern, sondern die Container zum Kaffee transportiert.

Zunächst hieß es, der Verladehafen sei Vitoria. Dann hieß es, es sei Santos. Dann hieß es “gar nix”, denn plötzlich machte der schweizer Importeur einen Rückzieher, weil ihm einfiel, dass fremde Beiladungen unter Umständen Schwierigkeiten bei der Abfertigung und somit große zeitliche Verzögerungen nach sich ziehen könnten. Liegezeit im Hafen …, das kostet Geld. Und die “Nicht-Liegezeit” uns…: Nerven!

Glücklicherweise aber verschiffte Marcos, unser Partner von Bob-o-Link zur gleichen Zeit einen Container Kaffee in die USA – so war die Mitnahme unserer Säcke bis zum 500 Kilometer entfernten Hafen in Santos doch noch geregelt – auch wenn auf den letzten Drücker.

Dort konnten wir über eine Spedition einen Frachter mit Mischcontainern ausmachen, der auch kurz darauf in Richtung Hamburg ablegen würde – das war am 28.2.

In Hamburg angekommen, wird Bob-o-Link von unserer Partner-Spedition übernommen, die die Einfuhrformalitäten des Kaffees erledigt und den Weitertransport zu unserem Röster organisiert.

Diese Individualbehandlung ist natürlich nicht ganz billig – um ehrlich zu sein, kosten Transport und Einfuhr schon mehr als so mancher Discounter-Kaffee im Regal – ohne Kaffeesteuer, versteht sich!

Aber es wird sich lohnen! Im konspirativen Kreis von Erzeuger, Röster und ausgewählter Coffee Radicals werden wird Bob-o-Link in Kürze schon ins Federkleid schauen!

4 Kommentare

  1. miriam
    Veröffentlicht am 05.03.2010 um 09:45 | Permanenter Link

    na eucht ist aber auch kein weg zu weit für den kaffee? und wie kommt der rest an diesen tollen kaffee?

    [Anmerkung vom Kaffeeblog: Warten, liebe Miriam, warten. Wenn der Kaffee gut ist, landet er auch früher oder später bei uns im Kaffeeshop :-) PS.: Auch wenn Kaffee und Schokolade gut zusammen geht, ist das Maskal-Blog keine "Werbebude" wo jeder seine Links abladen kann. Darum haben wir die URL entfernt. Es sollte schon der Eigentümer einer Webseite hier kommentieren, dann kann man drüber reden. Externen Linkaufbau aber bitte woanders versuchen...]

  2. Veröffentlicht am 05.03.2010 um 13:20 | Permanenter Link

    Ich finde Deine Beiträge immer genial. Die sind so dargestellt, das man das Gefühl hat, selber dabei zu sein. Und es ist echt wichtig, allen Kaffeetrinkern da draußen darzustellen, welcher Aufwand und welche Kosten hinter einem richtig guten Kaffee stecken! Noch alles Gute mit Eurem Bob-o-Link-Kaffee aus Mococa! Bis bald.

  3. Veröffentlicht am 05.03.2010 um 15:45 | Permanenter Link

    @nives mestrovic

    Vielen Dank! Solche Kommentare freuen uns! Und wenn wir mal Kekse zum Kaffee brauchen, dann wissen wir, wo wir sicherlich gute bekommen werden!

    Viele Grüße,

    Hans

  4. Max
    Veröffentlicht am 07.03.2010 um 02:29 | Permanenter Link

    Klingt sehr interessant. Ich hatte mal überlegt, Schnaps (Aguardiente) aus Kolumbien zu importieren, aber nachdem ich das alles mal gaaaanz grob berechnet habe, wäre der Schnaps hier dann unmöglich teuer. Kannst du mal ein paar konkrete Zahlen nennen, wieviel du für den Transport bezahlt hast? Würde mich sehr interessieren. Ich wundere mich auch, wie die Discounter das machen.

    [Anmerkung Redaktion: Werbelink wurde entfernt.]

2 Trackbacks

  1. [...] Bob-o-Link-Kaffee aus Mococa : Vom Abenteuer eines Direktimports aus Brasilien [...]

  2. [...] Es könnte schon kompliziert werden. Ich habe Ihnen hier einen  Erfahrungsbericht verlinkt! [...]

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