Lalitpur-Kaffee aus Nepal - Erzeuger gehen online

Bislang waren viele Kaffee-Erzeuger, insbesondere kleine Erzeugergruppen oder Kooperativen, in Sachen Kommunikation und PR auf ihre Förderer (Entwicklungshilfeprojekte, Fair Trade Organisationen) angewiesen. Das ist (leider) oft immer noch so. Und immer noch sind vielen ländlichen Entwicklungsregionen im Bereich Infrastruktur stark unterversorgt.

Doch langsam ändert sich das Bild.
Wer z.B. in Äthiopien reist wird feststellen, dass inzwischen viele sehr ländliche Regionen mit Mobiltelefonnetzen versorgt sind. Und etliche Kleinstädte verfügen zumindest über ein, zwei Computershops mit - zumindest zeitweisem - Internetzugang. Meist bilden sich dort lange Schlangen von Wartenden - insbesondere kurz vor Ablauf der Greencard-Bewerbungsfrist…

Und auch die meisten Beschäftigten im höheren Dienst verfügen mindestens über einen E-Mail-Zugang. Erfahrungsgemäß erleichtert das aber nicht unbedingt die Kommunikation, was an verschiedenen Faktoren wie unzuverlässiger Stromversorgung, Spamfiltern, Computerviren- und Termiteninvasionen oder schlichter Unlust liegen mag. Es ist - wie inzwischen auch bei uns - wieder am besten, persönlich vorstellig zu werden…

Dennoch ist es gerade für viele Unternehmen in Entwicklungsländern wichtig, öffentlich wahrgenommen zu werden - und dafür ist das Internet in Zeiten elektronischen Informationsoverkills immer noch gut, auch wenn das erschwert wird durch den immer härter und gelegentlich unlauter werdenden Wettbewerb um die vorderen Google-Ränge.

So wird ‘unsere’ Lalitpur Kaffeekooperative in Nepal, von der wir 2009 erstmals einen wunderbaren, bisher weitgehend unterschätzten Himalaya-Kaffee bezogen haben, nicht über einen SEO - einen ‘Search Engine Optimizer’ - verfügen. Vermutlich ist ihre Webseite auch mit Unterstützung der in Nepal recht aktiven schweizer Entwicklungshilfeorganisation Helvetas entstanden und wird wohl auch nur mit deren Hilfe gepflegt werden können, aber es ist ein wichtiger Schritt in die globalisierte Kaffeewelt.

Auch wenn einige Menüpunkte noch nicht richtig funktionieren, und wenn die Videos etwas verpixelt und lediglich nepalesisch kommentiert sind, so gibt die Website dem geneigten Betrachter und potenziellen Kaffeekäufer doch einen ganz guten Einblick in die aufstrebende Kaffeeerzeugung im Himalaja und macht Lust auf einen Besuch - was wir ja für März 2011 wieder planen. Vielleicht sind Sie ja auch dabei?

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