Coffee Hunting wird zur “Jagdgesellschaft”; Quijote-Kaffee neuer Partner

Zum 1. Januar 2011 hat sich der von Maskal – fine coffee company gegründete Direktvermarktungsinitiative Coffee Hunting das Hamburger Kaffeekollektiv Quijote-Kaffee angeschlossen. Coffee Hunting mausert sich damit langsam zur ‚Jagdgesellschaft’. Ziel von Coffee Hunting bleibt weiterhin die Vermarktung von Direkthandel-Kaffees – außergewöhnliche und hochwertige Rohkaffees, die in direktem Handel mit nachhaltigen Produzentenintitiativen importiert und dann an interessierte Manufaktur-Röster vermarktet werden. Quijote Kaffee ergänzt Coffee Hunting nicht nur mit spannenden Kaffees aus Lateinamerika, sondern auch durch Röst-Kompetenz, Marketing und logistische Kapazitäten. Damit wird Coffee Hunting in die Lage versetzt, größere Mengen Rohkaffees zu importieren und somit stärkerer Partner für Röster zu werden.

Vor einigen Tagen hatte ich erneut Gelegenheit, pingo, den Gründer von Quijote-Kaffee, in seiner neuen Rösterei zu besuchen und zwischen erstem und zweitem Crack ein kurzes Interview zu führen – sorry pingo, wenn die Charge deshalb zu einem French Roast wurde…

pingo an seinem neuen Toper-Röster

Jörg: pingo, was hat dich bewogen, dich unserem Projekt Coffee Hunting anzuschließen?

Ich bin durch einen Artikel in einer Fachzeitschrift auf euch aufmerksam geworden. Unsere Interessenlage, Kaffees mit einer Geschichte und Qualität direkt zu importieren, ist dieselbe. Während in USA und skandinavischen Ländern Direkthandel gang und gäbe ist, können wir uns mit diesem Konzept zur Avantgarde im deutschen Kaffeehandel zählen. Zudem ergänzen sich unsere regionalen Schwerpunkte von Maskal und Quijote hervorragend.

Quijote Kaffee ist ein junges Unternehmen. Dennoch steht das Unternehmen für einen großen Erfahrungsschatz und ein hervorragendes Netzwerk in Sachen Kaffee. Wie kommt das?

Ich importiere Kaffee seit 1998, ursprünglich bei Café Libertad, ich war dort auch für Qualitätskontrolle und Rösten verantwortlich und röste selbst seit 2003. In jüngster Zeit war ich bei Konzeption und Aufbau von der Rösterei Torrefaktum maßgeblich beteiligt .Ein großer Erfolg im vergangenen November war die Premiere der Corretto-Messe, die ich federführend organisieren durfte. Idee war die Förderung der Kooperation zwischen Kollegen aus der Spezialitätenkaffeebranche: Kooperation ist immer effizienter als Konkurrenz. In diesem Sinne hat die Corretto uns dann auch tolle Impulse gegeben.

Welchen Symbolwert hat für dich der Name Quijote Kaffee? Du wirkst nicht so wie der Ritter von der traurigen Gestalt der vergeblich gegen imaginäre Gegner kämpft?

Don Quijote, das Buch von Miguel de Cervantes ist immer mein Lieblingsbuch gewesen. Don Quijote steht für den Kampf für seine Utopien. Ich sehe mich nicht vergeblich gegen Windmühlen kämpfen, sondern für die Vision eines besseren, gerechteren Kaffeehandels.

Welche neuen Kaffees bringst du uns mit?

Gemeinschaftlich mit euch haben wir ja den Bob-o-Link Kaffee der Fazenda Ambiental Fortaleza in Brasilien entwickelt und importiert. Neu kommen zwei Kaffees aus Ecuador: nämlich der AACRI aus dem Valle de Intag, unser ökologisch-soziales Vorzeigeprojekt sowie ein hochwertiger, gewaschener Robusta aus dem Amazonastiefland von einer Kichwa Kooperative. Darüber hinaus kleine Mengen Kooperativenkaffee aus Atitlán / Guatemala. Aus Marcala / Honduras wird es ab Mai zudem Kaffee der Kooperative COMSA geben. Dabei wird es aber nicht bleiben. Mehr wird noch nicht verraten.

Was ist deine Vision von Coffee Hunting – wo stehen wir in 5 Jahren?

Meine Vision ist Coffee Hunting als Netzwerk von verschiedenen Kaffeeimporteuren und Röstern zu vergrößern und die Kooperationsidee zu verbreiten – mit mehr Kaffees und mehr Partnern, z.B. vergleichbar mit Corporative Coffees in den USA.

pingo, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Ein Kommentar

  1. Veröffentlicht am 06.02.2011 um 14:09 | Permanenter Link

    Hallo Jörg,

    das ist ja eine tolle Sache – herzlichen Glückwunsch! Bin gespannt, wie sich die Kooperation entwickelt – Viel Erfolg!

    Herzliche Grüße,
    Helmut