Kaffee-Gewinnspiel

Kevin von Kaffee-Espresso-Trinken hat uns zur Teilnahme an seinem Gewinnspiel eingeladen – Thema Weltreise. Die gibt es dann auch zu gewinnen, in Form einer Kaffee-kulinarischen Entdeckungsreise. Da mache ich natürlich mit.

Wohin geht die Reise?
Als Coffee Hunter geht meine Weltreise in überwiegend unbekannte Kaffeegefilde, die sich eher in der östlichen Hemisphäre befinden:

Äthiopien

Station 1: Amaro, Südäthiopien. Asnaketch Thomas nimmt mich in ihrem Geländewagen mit in eine unwegsame Kaffeeregion, die an die bekanntere Kaffeeprovenienzen Sidamo und Yirgacheffe angrenzen. Amaro-Kaffee steht diesen beiden Kaffees in fast nichts nach, und hat trotz der räumlichen Nähe einen eigenen Charakter entwickelt. Deswegen ein heißer Kandidat für unser Coffee Hunting Programm.

Nepal

Station 2: Nepal – meine zweite Heimat. Seit ich dort, nach 2 1/2 traumhaften Jahren, 2001 abreisen musste, steckte Kaffee noch in den Kinderschuhen. Mittlerweile kann das Land etwa 8 höchst interessante Anbauregionen vorweisen, die auch unsere Reisegruppe im Februar im Rahmen unserer Erlebnisreise besuchen will.

Sri Lanka

Station 3: Es geht nach Süden: Sri Lanka – meine dritte Heimat – wo ich 1988 ein halbes Jahr arbeiten durfte. Einst, Mitte des 19. Jahrhunderts, wichtigstes Kaffee-Exportland, dann rafften Krankheiten den Bestand dahin. Heute wird die Auferstehung des Kaffees vorbereitet. Ich treffe Ranil Senanayake, einen engagierten, international renommierten Ökologen auf seiner Öko-Lodge. Er zeigt mir seine 2-jährige Kaffeeplantage, die unter Makadamia-Nussbäumen und einer Vielfalt von einheimischen Gehölzen gedeiht und sind gespannt auf die vielleicht erste Ernte im kommenden Jahr.

Sumatra

Station 4: Auf nach Sumatra! Nicht nur, dass ich dort die seltenen Sumatra-Tiger sehen und den legendären Kopi Luwak kosten möchte, nein auch sonst tut sich einiges in Sachen Kaffee. Unser Kaffee-Scout Siggi Klein führt mich vom Städtchen Takengon aus nach Bintang, wo wir einen hervorragenden Waldkaffee finden. Eine Probe davon habe ich vor mir auf dem Tisch liegen – hmmmm! Eine kommendes Highlight in unserem Coffee Hunting.

Vanuatu

5. und vorerst letzte Station: Die Insel Tanna im Archipel Vanuatu. Unsere zweimotorige Turboprop kreist dreimal über Mount Yasur, mit ca. 500 täglichen (!) Eruptionen einer der aktivsten Vulkane weltweit, bevor wir auf dem kleinen von Palmen umstandenen Inselflughafen aufsetzen. Wir sind zu Gast bei den statistisch und auch offensichtlich glücklichsten Menschen der Welt. Und wenn die Kaffee machen, kann der nur gut sein, insbesondere wenn er aus der Rösttrommel von Terry Adlington, dem lokalen Kaffee-Papst kommt.


Warum sollte sich ein Päckchen Kaffee im Reisegepäck befinden?

Also ich nehme mindestens fünf Päckchen mit, aus dem einfachen Grund, den Menschen auf meinen Reisestationen zu zeigen, wie man Kaffee in Deutschland trinkt. Denn viele Kaffeebauern wissen überhaupt nicht, wie Kaffee geröstet schmeckt.

Wie zelebriere ich Kaffee am Tag des Kaffees?
Der 25. September ist ein schöner Tag. Der klare, kühle Morgen im Schwarzwald erinnert etwas an die Morgende im äthiopischen Hochland. Ich beame mich gedanklich vor die Rundhütte des Kaffeebauern Yoseph im Örtchen Wush-Wush in Kaffa (nicht lachen, den Ort gibt es wirklich – und es ist wunderschön dort). Dessen Frau sitzt gerade vor uns und bereitet uns eine traditionelle Kaffeezeremonie. Während ich auf eine Wabe wilden Honigs herumkaue, wird ,umgeben von Weihrauchschwaden, echter Waldkaffee in der Pfanne geröstet, dann im Mörser zerstampft und in einer bauchigen Kanne über glühenden Kohlen aufgebrüht. Ich werde unsanft vom Mahlgeräusch meines Vollautomaten geweckt. Aber auch hieraus kann die äthiopische Espressomischung gelingen, und die Aussicht auf den Hauptgewinn in Kevin’s Gewinnspiel lässt weiter keine schlechte Laune aufkommen.

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